Projektkurs in den Alpen

Durch­nässt – ange­schlab­bert – zusam­men­ge­bro­chen: Der PJK trotz­dem glück­lich zurück am Rhein!

Die Alpen­ex­pe­di­ti­on ist aus der Schweiz zurück.

Da waren sich nicht immer alle so sicher…schon bei unse­rer Ankunft in Flims wur­de uns schlag­ar­tig klar, wor­auf wir uns ein­ge­las­sen hatten.

Als wir schon dach­ten, die Anrei­se so gut wie über­stan­den zu haben, muss­ten wir die Kof­fer zu unser aller Ent­set­zen noch gefühl­te 10 km senk­recht den Berg hoch­zie­hen, ‑schie­ben, ‑schlei­fen, ‑schlep­pen.

Nach einer schier end­lo­sen Tour den Berg hin­auf, bei der wirk­lich kein Ende abzu­se­hen war, kamen wir schließ­lich an unse­rem Feri­en­haus an. Alle waren sich einig; der Auf­wand hat sich gelohnt! Tol­le But­ze und Wahnsinnsaussicht!!!

Das nächs­te High­light ließ nicht lan­ge auf sich war­ten. Als eini­ge von uns die gefühl­ten 10 km wie­der nach unten in die Stadt gelau­fen waren, um das Essen für den Pas­ta-Abend zu kau­fen, und sich anschlie­ßend mit letz­ter Kraft den Berg wie­der hin­auf­ge­schleppt haben, woll­ten wir nichts wei­ter als: Essen!! Blöd nur, dass wir vor lau­ter Schwä­che ver­ges­sen hat­ten, die Nudeln für die Sau­cen einzukaufen.

Die­se Ach­ter­bahn der Gefüh­le zog sich durch unse­re gesam­te Fahrt. Egal, ob wir im star­ken Regen wan­der­ten oder der Bus uns vor der Nase weg­fuhr – wir haben auf unse­rer Fahrt so gut wie alles erlebt. Wir wur­den von Kühen umzin­gelt und ange­schlab­bert, haben Mur­mel­tie­re und Fluss­kreb­se ver­folgt, Schluch­ten durch­quert, Ber­ge erklom­men, spek­ta­ku­lä­re Aus­sichts­punk­te besucht und – psst! – sogar einen Besuch im Natur­kun­de­mu­se­um genossen.

Nach lan­gen, anstren­gen­den Wan­de­run­gen wur­den wir mit atem­be­rau­ben­den Aus­sich­ten auf die Ber­ge und das tür­kis­blaue Was­ser der Seen und Flüs­se in der Regi­on belohnt. 

Frau Prost und Frau Meiß­ner haben uns bei JEDER! sich bie­ten­den Gele­gen­heit mit Infor­ma­tio­nen und Erklä­run­gen über­flu­tet. Die ein­zi­ge Mög­lich­keit, dem zu ent­ge­hen, wäre ein beherz­ter Sprung in einen der tau­send Bäche oder in den Cau­ma­see gewe­sen. Da das irgend­wie nicht infra­ge kam, haben wir letzt­end­lich den­noch viel über Gestei­ne, geo­lo­gi­sche Pro­zes­se und Fluss­bet­ten gelernt.

Wir sind uns alle einig, dass wir so ein Aben­teu­er so schnell wie mög­lich wie­der­ho­len wol­len. Die ein­zig­ar­ti­gen Aus­sich­ten und Erleb­nis­se, wie das Tref­fen mit Mur­mel­tie­ren und Kühen, las­sen sich nur schwer beschrei­ben. Die­se Erfah­run­gen kön­nen wir jedem empfehlen.

Wir hof­fen, dass wir nicht die Letz­ten sind, die mit dem Pro­jekt­kurs in die Alpen fah­ren und die­se außer­ge­wöhn­li­chen Momen­te mit­er­le­ben dürfen.

Hier noch die fünf wich­tigs­ten Fak­ten über die Schweiz, die jeder wis­sen sollte:

* **Auf 1600 m sind die Toi­let­ten bes­ser als über­all in Deutsch­land** (es gibt gefal­te­te, wei­che Stoff­hand­tü­cher und wohl­rie­chen­de Hand­creme für jeden)!

* **Das Was­ser in den Seen ist lei­der VIEL zu kalt!**

* **Alles ist VIEL zu teuer!**

* **Die Deckel gehen von den Fla­schen ab!!!**

* **Es gibt fast an jeder Ecke fri­sche Trinkwasserquellen.**

Text/Bilder: S. Meiß­ner und V. Prost