Gemeinsames Fastenbrechen am HAG

Ift­ar-Fei­er am Han­nah-Are­ndt-Gym­na­si­um stärkt Schulgemeinschaft

In einer beson­ders war­men und wert­schät­zen­den Atmo­sphä­re fand am HAG eine gemein­sa­me Fei­er zum Fas­ten­bre­chen statt, zu der rund 100 Gäs­te zusam­men­ka­men. Eine Viel­zahl von Schul­ak­teu­ren – Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Eltern, Lehr­kräf­te, wei­te­re Mit­glie­der der Schul­ge­mein­schaft sowie die loka­len Koope­ra­ti­ons­part­ner Vil­la Mer­län­der und Weg­wei­ser – waren der Ein­la­dung gefolgt.

Die Ver­an­stal­tung wur­de auf Initia­ti­ve der Schu­le bezie­hungs­wei­se des Teams Eltern­ar­beit – Hand in Hand ins Leben geru­fen und gemein­sam mit enga­gier­ten Eltern geplant und umge­setzt. Hier­bei sind Frau Alsay­y­ed Ahmed (6a), Frau Amer (5a), Frau Had­za­j­lic (6b) und Frau Kocao­g­lu (6b) her­vor­zu­he­ben, die die Fei­er­lich­kei­ten gemein­sam mit den Leh­rern Herrn Hil­gert und Herrn Woj­tas­ik sowie der Sozi­al­ar­bei­te­rin Frau Kuphal orga­ni­siert und gestal­tet haben.

Zu Beginn der Fei­er rich­te­te Frau Alsay­y­ed Ahmed bewe­gen­de und per­sön­li­che Gruß­wor­te an die Anwe­sen­den. In ihrer Anspra­che erklär­te sie ins­be­son­de­re den nicht mus­li­mi­schen Gäs­ten die Bedeu­tung des Fas­ten­mo­nats Rama­dan, sei­ne zeit­li­che Ein­ord­nung sowie die spi­ri­tu­el­le Dimen­si­on des Fas­tens. Dabei mach­te sie deut­lich, dass der Rama­dan weit mehr ist als der Ver­zicht auf Essen und Trin­ken. Er steht vor allem für Besin­nung, Gemein­schaft, Mit­ge­fühl und Dankbarkeit.

Ein wei­te­rer Höhe­punkt des Abends waren Bei­trä­ge von Schü­le­rin­nen und Schü­lern, die tra­di­tio­nel­le Gedich­te vor­tru­gen. Außer­dem wur­de ein brauch­tüm­li­cher Trom­mel­ruf prä­sen­tiert. Die­ser erin­nert an eine Pra­xis aus Zei­ten, in denen es noch kei­ne Wecker gab. In man­chen Regio­nen wur­den die Gläu­bi­gen durch Tromm­ler dar­an erin­nert, vor Son­nen­auf­gang noch ein­mal zu essen oder zu trin­ken, oder das Ende des Fas­tens am Abend zu begehen.

Neben den kul­tu­rel­len Bei­trä­gen beein­druck­te die Fei­er auch kuli­na­risch. Die Schul­ge­mein­schaft hat­te gemein­sam ein außer­ge­wöhn­lich viel­fäl­ti­ges und lie­be­voll vor­be­rei­te­tes Buf­fet zusam­men­ge­stellt, das Spe­zia­li­tä­ten aus ver­schie­de­nen Kul­tu­ren ver­ein­te. Für beson­de­re Freu­de sorg­te eine Zucker­wat­te­ma­schi­ne sowie eine lie­be­voll gestal­te­te Can­dy Bar bei den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, ihren Geschwis­ter­kin­dern und Freunden.

Bei der Orga­ni­sa­ti­on der Fei­er wur­de außer­dem bewusst auf Nach­hal­tig­keit geach­tet. Auf unnö­ti­ge Ver­pa­ckun­gen und Ein­weg­ge­schirr wur­de weit­ge­hend ver­zich­tet. Die­ser Ansatz wur­de von vie­len Gäs­ten posi­tiv wahr­ge­nom­men und steht auch im Ein­klang mit einer Ent­wick­lung inner­halb der mus­li­mi­schen Gemein­schaft. Der ver­ant­wor­tungs­vol­le Umgang mit Res­sour­cen und der Gedan­ke der Nach­hal­tig­keit gewin­nen auch im isla­mi­schen Kon­text zuneh­mend an Bedeu­tung. Von die­ser Ent­wick­lung inner­halb vie­ler Moscheen berich­te­te beson­ders Frau Amer wäh­rend des Planungstreffens.

Die Ver­an­stal­tung setz­te ein star­kes Zei­chen für gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis, Respekt und inter­kul­tu­rel­len Dia­log. Auf­bau­end auf die­sem Erfolg plant das Team Eltern­ar­beit wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen, bei denen auch ande­re Glau­bens­ge­mein­schaf­ten zu Events ein­la­den sol­len, um Begeg­nun­gen und gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis zu för­dern. Hier­bei ist die akti­ve Betei­li­gung der Eltern von zen­tra­ler Bedeutung.

So gelingt Gemeinschaft!

Text: J. Hil­gert
Fotos: A. Woinowski